Kaizen

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Fotografie ist eine andere Art, Texte zu denken

 

Meine Arbeiten entstehen in drei Schritten: Ich beginne, mit der Kamera meine Bilder zu sammeln, als Sachensucher, nicht als Regisseur. Zunächst ist dabei jedes für sich als einzelne Fotografie gültig. 

In einem zweiten Schritt strukturiere ich das Material. Ich bilde Bildpaare, die in ihrer Kombination ein neues, drittes Bild entstehen lassen.

Abschließend bringe ich die Bilder in eine zeitliche Abfolge. Wie im Film entsteht durch die Montage ein Rhythmus, im Ergebnis meistens ein Buch. Es ist linear zu lesen wie ein Text, aber nur mit dem Bildersinn zu erfassen: Beim Umblättern der Seite leuchtet das vorhergehende Bild noch eine Weile auf der Netzhaut nach, verbindet sich mit dem nächsten, eines nach dem anderen bis zum Ende.

Im Herbst 2006 habe ich einige Wochen in Japan fotografiert, hauptsächlich in Tokio. Mich interessierte die Erfahrung, sich als sichtbar fremder, Sprache und kulturellen Codes unkundiger Mensch einen komplexen Raum zu erschließen und frei von allen Verbindungen und Verbindlichkeiten zu nutzen. Ein idealer Ort, an welchem sich das Vertraute im Fremden untersuchen ließ.


Als Außenstehender hat man die Freiheit, sich allein auf sich selbst beziehen zu können und zu vergleichen: Wie bewegen sich Einzelne in ihrem Umfeld? Wie sehen unsere Vorstellungen von Individualität, Freiheit, Geborgenheit aus, welche Möglichkeiten haben wir, diese widersprüchlichen Bedürfnisse zu stillen? Gibt es eine gemeinsam Erfahrung der Vertrautheit, die über das Fremdsein hinausgeht? Im Laufe der Arbeit in Japan stieß ich dabei auf den Begriff Kaizen, der ins Deutsche übertragen für den Prozess der ständigen Veränderung zum Besseren, für die Chance zum Guten steht. 

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